{"id":87,"date":"2017-01-01T10:46:25","date_gmt":"2017-01-01T09:46:25","guid":{"rendered":"http:\/\/balintawak-eskrima-concept.de\/?page_id=87"},"modified":"2017-01-01T10:53:33","modified_gmt":"2017-01-01T09:53:33","slug":"lehrmethodik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/balintawak.de\/?page_id=87","title":{"rendered":"Lehrmethodik"},"content":{"rendered":"<p>Die typische Unterrichtsform im Balintawak ist der Eins-zu-Eins-Unterricht. Durch diese Methodik der individualisierten Trainingsform wird der Unterricht f\u00fcr den Sch\u00fcler sehr effizient.<\/p>\n<div align=\"justify\">\nDas Konzept des &#8218;Agak&#8216; ist eines der zentralen Elemente der Trainingsmethodik im Balintawak. W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt bedeutet dieses cebuanische Wort &#8218;f\u00fchren, unterst\u00fctzen oder helfen&#8216;. Die Philosophie des &#8218;Agak&#8216; wird im Balintawak vom Meister zum Lehrer und vom Lehrer zum Sch\u00fcler weitergegeben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zeit Venancio &#8218;Anciong&#8216; Bacons war das Training stets sehr direkt und zielorientiert. Vom ersten Training an wurde dem Sch\u00fcler ein Stock (Olisi oder Garote in Bisayan) gegeben. Er erhielt die &#8218;On guard&#8216;-Warnung, und wurde angegriffen. Der Sch\u00fcler war frei in seiner Wahl der Verteidigung. Wurde der Sch\u00fcler getroffen, wurde ihm die korrekte Verteidigung gegen diesen Angriff gezeigt. Speziellere Techniken und Angriffe wurden in gleicher Weise vermittelt.<\/p>\n<p>Venancio Bacon perfektionierte diese Lehrweise, und brachte somit viele bekannte Meister des Eskrima hervor.<\/p>\n<p>Als Erstes lernt der Sch\u00fcler die grundlegenden Schl\u00e4ge\/Angriffe in Koordination mit der korrekten Fu\u00dfarbeit und dem richtigen K\u00f6rpereinsatz (&#8218;Waving&#8216;). Danach werden die Kontertechniken vermittelt. Im langen Bereich mit dem Stock und in der kurzen Distanz mit zus\u00e4tzlichem Einsatz der freien Hand. Sind diese Basisbewegungen gemeistert, durchl\u00e4uft der Sch\u00fcler die weiteren technischen Gruppen (&#8218;Groupings&#8216;). In den nachfolgenden technischen Gruppen flie\u00dfen immer mehr Angriffe und Konzepte ein. Die freie Hand wird zunehmend zum Verteidigen, R\u00e4umen oder Sichern eingesetzt. Der Sch\u00fcler wird fortw\u00e4hrend mit st\u00e4ndig steigender Geschwindigkeit von Schl\u00e4gen in zuf\u00e4lliger Reihenfolge angegriffen, welche an Kraft und H\u00e4rte steigen und ihn immer n\u00e4her an das rein reaktive Arbeiten heranf\u00fchren. In den h\u00f6heren Technik-Gruppen flie\u00dfen in den Nahkampf nun auch Elemente wie z.B. Ellenbogen, das kurze Ende des Stocks, Sto\u00dfen und Ziehen, Hebeln sowie Konterschritt-Techniken ein.<\/p>\n<p>Nach Verinnerlichung dieser Konzepte entwickelt sich nun bei dem Sch\u00fcler\/Lehrer das &#8218;Kuwentada&#8216; oder, wie Arnulfo Mongcal es bezeichnete, der &#8217;natural move&#8216;. Das Kuwentada bezeichnet den Zustand des Vorhersehens der offensiven Absichten des Gegen\u00fcbers, wobei die Bewegungen im Ansatz gekontert werden, um finale Techniken zur Beendigung des Kampfes anzubringen. Dies erfordert ein hohes Ma\u00df an Timing, Fluss und die F\u00e4higkeit, den Rhythmus des Gegners zu brechen. Auf dieser Stufe beginnt der Sch\u00fcler\/Lehrer das Balintawak nicht nur auszuf\u00fchren, sondern zu verstehen und zu verinnerlichen.<\/p>\n<p>Dieses Paket von F\u00e4higkeiten ist in sich komplett und es werden keine unn\u00f6tigen Bewegungen und Techniken benutzt. Die Einfachheit ist das Herzst\u00fcck des Balintawak. Die Individualit\u00e4t, mit der sich das Balintawak in jeder Person immer etwas anders widerspiegelt, macht das Balintawak so besonders.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die typische Unterrichtsform im Balintawak ist der Eins-zu-Eins-Unterricht. Durch diese Methodik der individualisierten Trainingsform wird der Unterricht f\u00fcr den Sch\u00fcler sehr effizient. Das Konzept des &#8218;Agak&#8216; ist eines der zentralen Elemente der Trainingsmethodik im Balintawak. W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt bedeutet dieses cebuanische Wort &#8218;f\u00fchren, unterst\u00fctzen oder helfen&#8216;. 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